Kontaktlinsen Magazin

Archiv für Juni 2010

Kontaktlinsen-Markt im Rampenlicht – wer hat die Nase vorn?

28. Juni 2010 von Linsenmax-Team

Wer sich für das Tragen von Kontaktlinsen entschieden hat, steht bereits vor der nächsten Entscheidung: Wer passt zu mir? Am Markt gibt es viele Hersteller, die Kontaktlinsen anbieten. Sind alle gleich gut, oder gibt es einen „Primus inter Pares“, einen Ersten unter Gleichen? Natürlich wollen Sie sich gut informieren, schliesslich sitzt die Kontaktlinse an einem der empfindlichsten Stellen Ihres Körpers! Ramschware kann daher durchaus schädlich sein.

Doch wirkliche Tests der auf dem Markt erhältlichen Produkte sind rar – der aktuellste Bericht der bekannten deutschen Stiftung Warentest ist aus dem Jahre 2004. Zum Glück gibt es jedoch Kunden, die ihre Erfahrungen im Internet teilen. Diese zahlreichen Testberichte lassen die Kontaktlinsenanbieter in einem sehr positiven Licht erscheinen: Wirklich unzufrieden scheint niemand mit seiner Marke.

“mon oeil” von frech unter der CC Lizenz

Ciba Vision

Besonders viele zufriedene Kunden kann die Tochterfirma des Pharmariesen Novartis Ciba Vision vereinen. Kein Wunder ist Ciba Vision rund um den Globus in rund der Hälfte der Staaten dieser Welt verfügbar. Dieser Linsenlinie wird ein hoher Tragekomfort sowie ein guter, moderner Standard zugeschrieben. Allerdings, auch das wenig überraschend, hat diese Qualität ihren Preis. So gehört Ciba Vision sicher nicht zu den billigsten Linsenanbietern, doch es finden sich auch Produkte, die sich preislich durchaus mit denen der anderen Messen können.

Johnson & Johnson

Ein Konkurrent von Ciba Vision ist der bekannte Linsenhersteller Johnson & Johnson aus den USA. Der Konzern blickt auf eine über 100-jährige Geschichte zurück und bietet neben Kontaktlinsen noch viele weitere Produkte aus dem Pharmabranche, aber auch aus anderen Bereichen an. Ähnlich wie beim helvetischen Mitbewerber wird beispielsweise der Tageslinse Acuvue von Johnson & Johnson ein hoher Tragekomfort bescheinigt. Besonders für Neulinge im Kontaktlinsenbereich, die frisch von der Brille umgestiegen sind, scheint der amerikanische, börsennotierte Hersteller ein näherer Blick wert zu sein.

Bausch & Lomb

Ein weiterer amerikanischer Linsenriese ist Bausch & Lomb. Auch diese Firma gehört zu den führenden Kontaktlinsenherstellern. Hier erhalten besonders Monatslinsen eine gute Bewertung.

Individuelle Bedürfnisse berücksichtigen

Um herauszufinden, was für Sie am besten passt, sollten Sie sich genau beraten lassen – Ihr Optiker hilft Ihnen gerne dabei. Jedes Auge ist individuell, und so wie auf jeden Topf ein Deckel passt, passt auch auf jedes Auge eine Linse – aber eben nicht jede Linse! Nehmen Sie sich bei der Auswahl also Zeit und testen Sie ruhig einige Tage, die vom Anpasser empfohlenen Produkte, bis die für Sie persönlich passende Linse gefunden ist.

Ein hoher Tragekomfort, mit genauer Befolgung der Pflege und Handhabungshinweise vom Optiker, ist Voraussetzung für erfolgreiches Linsentragen.

“1-day acuvue define” von applefar113 unter der CC Lizenz

Die Geschichte der Kontaktlinsen

21. Juni 2010 von Linsenmax-Team

Kontaktlinsen sind unauffällige kleine Sehilfen im Alltag und erfreuen sich geute grosser Beliebtheit. Während die Brille bereits im Mittelalter erfunden wurde, sind Kontaktlinsen weitaus jüngeren Datums. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts gab es nämlich bereits die ersten Kontaktlinsen. Die Geschichte der Kontaktlinsen ist eine bewegte, die wir heute etwas genauer unter die Lupe nehmen.

Der Werdegang der populären Sehhilfen

Die ersten Kontaktlinsen wurden vor über 100 Jahren in Europa entwickelt. Die Herstellung dieser ersten Linsen sorgte zunächst für Probleme, da das verwendete Glas verhinderte, dass das Auge atmen konnte. Die Folge davon war ein sehr eingeschränkter Tragekomfort – das Todesurteil für jede Kontaktlinse!

Was folgte waren Jahrzehnte, in denen die Entwicklung stillstand. Erst in den dreissiger Jahren kam die Forschung im Kontaktlinsenbereich wieder in Schwung, angekurbelt durch den Einsatz von Hartplastik (Acrylglas).

Zunächst erhielten die Glaslinsen einen Plastikrahmen aufgesetzt, doch schon bald wurde das Glas komplett durch Plastik ersetzt. Von nun an ging es mit der Verbreitung der Kontaktlinsen steil bergauf. Moderne Methoden erlaubten es, die Linsen immer dünner zu machen, was natürlich den Tragekomfort deutlich erhöhte.

Six Eyes” von RogueSun Media unter der CC Lizenz

Die Siebziger Jahre läuten das Zeitalter der Linsen ein

1971 kam es zu einem gewichtigen Durchbruch: Die amerikanische Firma Bausch & Lomb führte die ersten so genannten „weichen“ Kontaktlinsen ein. Grundlage hierfür war ein neuer Plastikstoff namens Hema, der eigens für die Sehhilfen in Tschechien entwickelt wurde.

Die Besonderheit dieses Materials lag darin, dass es einerseits weich war und andererseits Wasser absorbierte. Damit liessen sich besonders dünne Linsen herstellen, die sich ideal an das Auge anpassen können. Dementsprechend wurden Linsen angenehmer und heute bestimmen weiche Linsen den Markt.

Kontaktlinsen heute – die weiche Front trumpft auf

Kontaktlinsen bestehen immer noch aus Kunststoff – und Wasser, dessen Anteil bei weichen Linsen zwischen 40 und 80% ausmacht! Flexible (Halbharte) Linsen dagegen werden nach wie vor aus Acryl hergestellt, jedoch mit einem Anteil Silikon. Durch ihre Zusammensetzung sind sie robuster und haben eine längere Lebenserwartung, erzeugen aber ein höheres Fremdkörpergefühl. Welche Linsen für Sie am besten geeignet sind, erfahren Sie von Ihrem Kontaktlinsenspezialisten.

“Contact lenses with circuits, lights a possible platform for superhuman vision” von jeffmcneill unter der CC Lizenz

Lieber Kunde, Sie haben uns die Meinung gesagt … 99% sind mit Linsenmax.ch zufrieden!

11. Juni 2010 von Linsenmax-Team

Linsenmax.ch hat sich drei Handlungsmaximen gesetzt, die wir mit voller Kraft verfolgen:

  • Kundenfreundlich: Wir stellen Ihre Kundenwünsche ins Zentrum unseres Handelns.
  • Kompetent: Die verantwortlichen Fachpersonen sind langjährige, erfahrene diplomierte Schweizer Kontaktlinsenspezialisten. Durch ständige Weiterbildung halten wir unser Wissen auf dem neusten Stand.
  • Preiswert: Wir kalkulieren äusserst knapp und garantieren einen sehr fairen Preis!

Das kann natürlich jeder von sich behaupten, aber wir gehen einen Schritt weiter und lassen uns von unseren Kunden durch ein unabhängiges System bewerten. Wir haben uns dabei für den Branchenführer im deutschsprachigen Umfeld, die deutsche Firma eKomi, entschieden.

eKomi garantiert echte Kundenmeinungen, keine Manipulation durch den Shopbetreiber, Schlichtung im Streitfall sowie eine Echtzeitüberprüfung der Shopqualität.

Wir nehmen das Feedback sehr ernst und wurden in sagenhaften 99.64% von mehr als 1575 Bewertungen bei eKomi positiv bewertet! Einige Kunden haben dabei in der Vergangenheit zum Beispiel vermerkt, dass die Auslieferung etwas schneller sein dürfte. Dieses Feedback haben wir direkt in unsere Prozesse einfliessen lassen und damit die Zeit zwischen Bestelleingang und Postausgang minimiert.

Ekomi hilft uns dabei, die Kundenzufriedenheit systematisch, objektiv und fair zu erfassen. Das war nicht immer so! Als die ersten Wagemutigen sich im Online Shopping versuchten, wurde Vertrauen auf einer technischen Ebene geschaffen. Verschlüsselungstechnologien und sichere Zahlungssysteme waren dabei das Nonplusultra und natürlich eine wichtige Voraussetzung. Im Laufe der Zeit wurde dann durch Verbände und Gütesiegel das Vertrauen weiter gestärkt. Natürlich erfüllt Linsenmax alle Vorraussetzungen, die ein heutiger Shop braucht.

Doch heute sind wir im Zeitalter des Web 2.0 angekommen, und dabei kommt der sozialen Ebene der Vertrauensbildung die grösste Bedeutung zu. Oder anders ausgedrückt: „Kunden vertrauen Kunden“!

Und damit schliesst sich der Kreis – wir wollen zufriedene Kunden, welche Ihren Freunden und Kollegen weiter erzählen, dass das Einkaufen bei Linsenmax.ch sehr einfach ist – ganz zu schweigen von den attraktiven Preisen, die Ihresgleichen suchen!

Beim Onkel Doktor: Wie der Augenarzt Ihre Augen unter die Lupe nimmt (und was ein Optiker nicht machen kann)

8. Juni 2010 von Linsenmax-Team

Bei akuten Beschwerden oder wenn sich die Sehleistung merklich verschlechtert hat, geht man sofort zum Augenarzt. Doch wie lange liegt denn Ihr letzter Besuch zur Routinekontrolle der Sehleistung zurück?

Hand aufs Herz: Geht diese Untersuchung auch in Ihrem vollen Kalender unter? Dann ist jetzt die Zeit gekommen, das zu ändern.

Man sollte regelmässig jedes Jahr den Optiker aufsuchen, um feststellen zu lassen, ob sich die Sehstärke geändert hat.

Dies lässt sich oftmals subjektiv nicht bewerten, aber eine falsche Sehstärke kann die Augen übermässig ermüden und Nackenverspannungen sowie Kopfschmerzen auslösen.

Ab dem Alter von 40sten Altersjahr empfiehlt es sich auch, den Augenarzt alle zwei Jahre zu besuchen, um Alterskrankheiten an den Augen wie z. B. den Grünen Star (Glaukom) rechtzeitig entgegenwirken zu können. Auch wenn man oft Kopfschmerzen beim Lesen bekommt, sollte man dem auf den Grund gehen.

Wenn man noch nie Sehbeschwerden hatte und nun selber feststellt, dass man schlechter sieht, sollte der erste Gang natürlich zum Augenarzt gehen. Dieser macht im Gegensatz zum Optiker auch Augenhintergrunduntersuchungen und verfügt über medizinisches Fachwissen und Erfahrung.

Der Augenarzt untersucht bei einer typischen Untersuchung Folgendes: Zuerst wird die Sehstärke bestimmt mithilfe eines Sehtests. Wenn eine Brille vorhanden ist, wird der Test auch mit Brille durchgeführt. Danach wird mit einer Apparatur namens Autorefraktometer das Auge vermessen. Mit diesen Werten kann dann der Wert der Brille mit den Werten der Augen verglichen werden.

Als Nächstes wird der Augeninnendruck mit einem Lufttonometer gemessen. Hier wird das Auge mittels Luftstössen irritiert. Mit zusätztlichen Testen, kann der Arzt(helfer) eine mögliche Schielneigung feststellen. Danach untersucht der Arzt die Augen mit einer Spaltlampe. Diese ist ein Mikroskop mit starker Beleuchtung um das Auge detailliert zu begutachten.

Jetzt klärt sich meistens schon, ob nur eine Anpassung der Sehstärke vorgenommen werden muss oder ob noch weitere Untersuchungen vonnöten sind. Ob Kontaktlinsen verwendet werden können, ermittelt der Arzt anhand der Befeuchtung der Augen. Einige Menschen können keine Kontaktlinsen tragen, weil ihre Augen zu trocken sind.

Weiter kann, das Gesichtsfeldes, das Farbensehen und die Gesundheit der Netzhaut untersucht werden. Der Optiker hingegen misst  die Sehleistung, macht ein Rezept für neue Brillengläser und die Kontaktlinsenanpassung. Er kann und darf, keine weiteren Untersuchungen vornehmen um andere mögliche Erkrankungen der Augen fest zu stellen bzw. aus zu schliessen.

Wer, medizinisch, auf Nummer sicher gehen will, geht zum Augenarzt. Die Kosten für eine normale Voruntersuchung für Kinder wie Erwachsene werden von der Grundversicherung der Krankenkasse getragen. Man kann sich deshalb bei Beschwerden oder zur Vorsorge vertrauensvoll an seinen Augenarzt wenden.

Bildquellen: My right retina von Eliya und Eye Doctor Equipment von House of Sims unter der CC Lizenz

Augenwurm Alarm in der Schweiz

2. Juni 2010 von Linsenmax-Team

Die meisten Menschen mögen keine Würmer. Richtig eklig wird es dann, wenn es sich die Parasiten in unserem Körper gemütlich machen. Die schlechte Nachricht: Der Augenwurm Thelazia callipaeda ist in der Schweiz angekommen. Er wurde 1989 das erste Mal in Italien nachgewiesen. „Seither hat er sich massiv verbreitet und wurde 2004 bereits gehäuft im Tessin [bei Hunden und Füchsen] nachgewiesen“, sagt Dr. Manuela Schnyder, die am Institut für Parasitologie der Uni Zürich die Ausbreitung des Parasiten intensiv verfolgt, gegenüber 20min.ch.

Augenwürmer sind unschöne und gefährliche Parasiten. In Panik braucht man allerdings nicht zu verfallen, denn in der Schweiz ist bei Menschen noch kein Befall aufgetreten. Wenn Unregelmässigkeiten bei Ihnen auftreten, wenden Sie sich an den Augenarzt. So kann ein allfälliger parasitärer Befall im Frühstadium behandelt werden und man hat nichts zu befürchten.

Ursprünglich kommt der Parasit aus Asien und ist nun auf dem Weg in Richtung Nordeuropa. Laut Schnyder sind schon 11 Prozent aller Hunde und 7 Prozent aller Füchse im Südtessin von diesem Parasit befallen. Auch bei Katzen können diese Würmer auftreten und sogar Menschen sind nicht gefeit davor.

Nun die gute Nachricht: Bisher sind nur vier Fälle bei Menschen in Europa nachgewiesen worden, in Frankreich und Italien. Die Larven des Wurms werden von Fruchtfliegen übertragen. Sie siedeln sich im Auge an und ernähren sie sich von Tränenflüssigkeit. Die Infektion tritt dabei vor allem in den warmen Monaten Mai bis Oktober auf.

Die Würmer verursachen Gewebeschäden und können Entzündungen hervorrufen, z. B. Bindehautentzündung. Auch Lichtüberempfindlichkeit, Augenausfluss, Hornhautentzündung oder ein trübes Auge sind mögliche Symptome. Wenn diese Symptome auftreten, kann man die Würmer makroskopisch sehen oder sie durch eine Untersuchung einer Augenspülung nachweisen. Im ausgewachsenen Stadium kann man sie mit blossem Auge erkennen, sie können bis zu 2cm lang werden.

Behandelt werden Parasiten im Auge medikamentös. Da der Körper Abwehrstoffe als Reaktion auf tote Parasiten produziert, die mitunter sehr gefährlich sein können, kann die Behandlung nur langsam durchgeführt werden. Auch operative Methoden zur Entfernung der sichtbaren Würmer können angewandt werden. Kontaktlinsen sollten während der Behandlung natürlich nicht getragen werden.

Wir haben Dr. Domenico Otranto, Professor für tierische Parasitenkrankheiten an der medizinischen Veterinärfakultät in Bari (Italien) befragt, wie man sich und seine Vierbeiner denn vor diesen Würmern schützen kann. Laut Otranto kann man Augenwürmern vorbeugen, indem man auf sich und seine Haustiere achtet, besonders wenn man in Risikogebieten wie Zentralafrika oder China unterwegs ist. Da diese von Fliegen übertragen werden, sollte man sich unbedingt mit einem Insektenabwehrmittel schützen, und beim Schlafen ist ein Moskitonetz von Vorteil. Auch eine Klimaanlage kann helfen, denn Insekten werden von Kälte abgeschreckt. Natürlich sollten die Fenster möglichst geschlossen sein.

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Dr. Otranto