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Kontaktlinsen Magazin
Archiv für die Kategorie ‘Wirtschaft’
Warum nun 70% des weltweiten Augenheilkunde-Markts aus der Novartis Zentrale gesteuert werden
Die Schweiz hat nicht nur bei der Schoggiproduktion und dem Chäsfondue Genuss die Nase vorne, sondern ist nunmehr auch für mehr als zwei Drittel des weltweiten Augenheilkunde Markts die Schaltzentrale! Verantwortlich dafür sind die zwei global agierenden Unternehmen Novartis und Nestlé, und gemündet hat das Spektakel im kostspieligsten Deal in der Basler Pharmageschichte – für 52 Milliarden US-Dollar übernimmt Novartis die Firma Alcon! Begleiten Sie uns auf eine kurze Reise, in der wir beleuchten, wie es dazu kam und was das bedeutet.
Krankenkassen zahlen nicht mehr für Kontaktlinsen und Brillengläser – jetzt Vorrat anlegen!
Schlechte Nachrichten für Brillen- und Kontaktlinsenträger: Die Sparanstrengungen der Krankenkassen gehen nicht an ihnen vorbei. Unser Gesundheitsminister Didier Burkhalter hat mitgeteilt, dass unter anderem der Betrag für Brillengläser und Kontaktlinsen gestrichen wird. Hierfür wurde die Krankenpflege-Leistungsverordnung vom Departement des Inneren geändert.
Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahren werden im Regelfall maximal 180 Franken für Sehhilfen, die vom Arzt verschrieben wurden, vergütet. Erwachsene erhalten höchstens alle fünf Jahre 180 Franken für eine Sehhilfe, wenn die erste Brille vom Augenarzt verschrieben wurde. (weiterlesen …)
Novartis übernimmt Kontaktlinsen-Spezialisten Alcon
Der Basler Pharmakonzern Novartis ist bei der angestrebten Komplettübernahme des Augenheilkunde-Spezialisten Alcon einen grossen Schritt weiter. Novartis übernimmt vom Lebensmittelhersteller Nestlé für 28,1 Milliarden Dollar 52 Prozent der Anteile und stockt seine Beteiligung damit auf 77 Prozent auf.
Novartis, die 1996 aus der Fusion von Ciba-Geigy und Sandoz entstand, ist einer der führenden Anbieter im Markt für Augenheilkunde. “Die Übernahme von Alcon wird unser Gesundheitsportfolio und unsere Position in der Augenheilkunde strategisch verstärken”, sagte Vorstandschef Daniel Vasella (Foto) gegenüber den Medien. Novartis verspricht sich durch das steigende Durchschnittsalter der Bevölkerung, Innovationen und der Nachfrage in Schwellenländern große Wachstumschancen.
Alcon macht mit Geräten und Produkten für die Augenchirurgie, Augen-medikamenten und Kontaktlinsenpflegeprodukten einen Jahresumsatz von knapp 6,4 Milliarden Dollar und einen Gewinn von etwa zwei Milliarden Dollar. Ein nennenswerter Arbeitsplatzabbau sei nicht zu erwarten, kündigte der Novartis-Chef an. Überschneidungen gebe es nur wenige. Vielmehr sei der Zukauf eine Ergänzung zum Novartis-Sortiment. Der Novartis-Konzern will die Übernahme in mehreren Schritten vollziehen.
Novartis erhofft sich in den ersten drei Jahren jährliche Synergien von rund 200 Millionen Dollar vor Steuern und nach Abschluss der Übernahme über einen Zeitraum von drei Jahren weitere Einsparungen von 100 Millionen Dollar jährlich. Der Pharmakonzern hatte im April 2008 zunächst für gut zehn Milliarden Dollar 25 Prozent an Alcon übernommen und sich die Option auf die Mehrheitsübernahme gesichert.

