Sie sehen toll aus und ziehen die Blicke auf sich. Sie können sogar leuchten und es gibt sie in den unterschiedlichsten Farben und mit vielen verschiedenen Mustern! Die Rede ist von farbigen Kontaktlinsen, welche die Augen eines Trägers zu einem wahren „Eyecatcher“ werden lassen. Was es bei deren Nutzung zu beachten gilt, erfahren Sie in diesem Beitrag. (weiterlesen …)
Kontaktlinsen Magazin
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Farbige Kontaktlinsen – Auf diese Punkte müssen Sie bei der Nutzung achten!
Hornhautinfektion: Kontaktlinsen müssen über Nacht raus!
Fakt ist: Wer über Nacht seine Linsen nicht rausnimmt, riskiert eine Hornhautinfektion!
Der Grund ist einleuchtend: Bei weichen Linsen sind die Poren der Linsenoberfläche relativ gross. Darüber können sich Krankheitserreger wie Pilze, Bakterien und Amöben bei mangelnder Hygiene leichter auf der Linse festsetzen und so im Auge Infektionen auslösen. “Das Risiko einer Infektion ist deshalb rund fünfmal höher, wenn man die Linsen über Nacht im Auge lässt”, so die deutsche Apotheker-Umschau.
Linsen einen Monat lang tragen, ohne diese über Nacht rauszunehmen!
Es gibt aber spezielle Dauertragelinsen wie Air Optix Night&Day (früher Focus Night&Day) und Pure Vision, die für den “Rund-um-die-Uhr”-Einsatz konzipiert sind. Diese bestehen zu fast 100% aus Wasser und sind sehr sauerstoffdurchlässig. Deshalb können diese Linsen grundsätzlich über Nacht und sogar bis zu einem Monat ohne Rausnehmen getragen werden! Sprechen Sie das Tragen dieser Linsen aber immer zuerst mit Ihrem Augenarzt ab.
Doch auch wenn Sie die für den Tag- und Nacht Einsatz konzipierten Linsen nutzen, sollten Sie Ihrem Auge mindestens ein- bis zweimal pro Woche eine Erholung gönnen. Legen Sie deshalb die Linsen über Nacht in Reinigungsflüssigkeit zur Desinfektion ein und gönnen Sie Ihren Auge eine „Verschnaufpause“.
Andere weiche Kontaktlinsen, welche nicht zu dieser Kategorie gehören, müssen aber zwingend über Nacht rausgenommen werden. Damit kann sich das Auge erholen, denn Linsen sind trotz allem immer noch ein Fremdkörper im Auge!
Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft rät den Kontaktlinsenträgern, mindestens zweimal im Jahr einen Augenarzt aufzusuchen. Nur er kann Veränderungen feststellen, bevor es an der Hornhaut zu irreparablen Schäden kommt.
Foto “My red eye” unter der Creative Commons-Lizenz von Titanas
Beim Onkel Doktor: Wie der Augenarzt Ihre Augen unter die Lupe nimmt (und was ein Optiker nicht machen kann)
Bei akuten Beschwerden oder wenn sich die Sehleistung merklich verschlechtert hat, geht man sofort zum Augenarzt. Doch wie lange liegt denn Ihr letzter Besuch zur Routinekontrolle der Sehleistung zurück?
Hand aufs Herz: Geht diese Untersuchung auch in Ihrem vollen Kalender unter? Dann ist jetzt die Zeit gekommen, das zu ändern.
Man sollte regelmässig jedes Jahr den Optiker aufsuchen, um feststellen zu lassen, ob sich die Sehstärke geändert hat.
Dies lässt sich oftmals subjektiv nicht bewerten, aber eine falsche Sehstärke kann die Augen übermässig ermüden und Nackenverspannungen sowie Kopfschmerzen auslösen.
Ab dem Alter von 40sten Altersjahr empfiehlt es sich auch, den Augenarzt alle zwei Jahre zu besuchen, um Alterskrankheiten an den Augen wie z. B. den Grünen Star (Glaukom) rechtzeitig entgegenwirken zu können. Auch wenn man oft Kopfschmerzen beim Lesen bekommt, sollte man dem auf den Grund gehen.
Wenn man noch nie Sehbeschwerden hatte und nun selber feststellt, dass man schlechter sieht, sollte der erste Gang natürlich zum Augenarzt gehen. Dieser macht im Gegensatz zum Optiker auch Augenhintergrunduntersuchungen und verfügt über medizinisches Fachwissen und Erfahrung.
Der Augenarzt untersucht bei einer typischen Untersuchung Folgendes: Zuerst wird die Sehstärke bestimmt mithilfe eines Sehtests. Wenn eine Brille vorhanden ist, wird der Test auch mit Brille durchgeführt. Danach wird mit einer Apparatur namens Autorefraktometer das Auge vermessen. Mit diesen Werten kann dann der Wert der Brille mit den Werten der Augen verglichen werden.
Als Nächstes wird der Augeninnendruck mit einem Lufttonometer gemessen. Hier wird das Auge mittels Luftstössen irritiert. Mit zusätztlichen Testen, kann der Arzt(helfer) eine mögliche Schielneigung feststellen. Danach untersucht der Arzt die Augen mit einer Spaltlampe. Diese ist ein Mikroskop mit starker Beleuchtung um das Auge detailliert zu begutachten.
Jetzt klärt sich meistens schon, ob nur eine Anpassung der Sehstärke vorgenommen werden muss oder ob noch weitere Untersuchungen vonnöten sind. Ob Kontaktlinsen verwendet werden können, ermittelt der Arzt anhand der Befeuchtung der Augen. Einige Menschen können keine Kontaktlinsen tragen, weil ihre Augen zu trocken sind.
Weiter kann, das Gesichtsfeldes, das Farbensehen und die Gesundheit der Netzhaut untersucht werden. Der Optiker hingegen misst die Sehleistung, macht ein Rezept für neue Brillengläser und die Kontaktlinsenanpassung. Er kann und darf, keine weiteren Untersuchungen vornehmen um andere mögliche Erkrankungen der Augen fest zu stellen bzw. aus zu schliessen.
Wer, medizinisch, auf Nummer sicher gehen will, geht zum Augenarzt. Die Kosten für eine normale Voruntersuchung für Kinder wie Erwachsene werden von der Grundversicherung der Krankenkasse getragen. Man kann sich deshalb bei Beschwerden oder zur Vorsorge vertrauensvoll an seinen Augenarzt wenden.
Bildquellen: My right retina von Eliya und Eye Doctor Equipment von House of Sims unter der CC Lizenz
Wann sie besser auf Linsen verzichten
Wie in diesem Blog bereits mehrfach erwähnt, sind Kontaktlinsen der ideale Begleiter in fast jeder Lebenssituation. Praktisch, diskret, sicher und sauber. Allerdings gibt es auch ein paar wenige Momente im Leben, in denen die Linsen nicht erste Wahl sind und man kurzzeitig auf die Brille zurückgreifen sollte. Als KontaktlinsenträgerInnen werden Sie zum Beispiel die Erfahrung machen, dass der Tragekomfort nach sehr langen Tragezeit abnimmt. Wenn sie zum Beispiel nach einem langen Arbeitstag mit Ihren Kollegen noch ausgehen und in einer rauchigen Kneipe landen, kommt ein Punkt, an dem die Linsen anfangen zu stören. Das liegt in aller Regel daran, dass Sie mit zunehmender Müdigkeit auch weniger blinzeln. Dadurch werden Ihre Augen weniger befeuchtet. Falls es die Situation zulässt, sollten Sie die Linsen entfernen oder verwenden Sie die bewährten Nachbenetzungstropfen. Einige Kontaktlinsenträger klagen manchmal über erhöhte Licht- oder auch Windempfindlichkeit. Dieses unangenehme Gefühl ist durch eine gute Sonnenbrille leicht zu beheben und so steht auch einem Strand-Spaziergang bei windigem Wetter nichts im Weg.
Findet dieser Spaziergang zum Beispiel auf den Malediven statt, gilt es beim Flug ein paar Regeln zu beachten. Aus verschiedenen Gründen raten Experten sogar davon ab, während der langen Flugreise Kontaktlinsen zu tragen. Sie erreichen unter Umständen enorm lange Tragezeiten, die über das gewöhnte weit hinausgehen. Der entscheidende Grund ist jedoch, dass die Druckkabinen im Flieger klimatisiert sind und die gesamte Luftfeuchtigkeit für die Klimaanlage verwendet wird. So wird Ihrem Auge Tränenflüssigkeit entzogen, die Sie jedoch für die Verträglichkeit Ihrer Linsen dringend benötigen. Daraus folgt, dass die Linsen unangenehm werden.
Vorsicht beim Tragen von Kontaklinsen ist auch bei Augenkrankheiten geboten,wie zum Beispiel bei einer Bindehautentzündung. Bei dieser ist das Auge gerötet und verklebt. Bindehautentzündungen können durch Staub, Allergien, Infektionen oder durch falsches Anwenden von Kontaktlinsen verursacht werden. Wenn eine Bindehautentzündung vorliegt, sollte man auf das Tragen von Linsen gänzlich verzichten und sofort einen Augenarzt aufsuchen. Wie bei vielen anderen Beschwerden kann man diese am Besten mit guter Hygiene vorbeugen. Ansonsten gilt: HYGIENE wird im Zusammenhang mit Kontaktlinsen gross geschrieben. Ihr Optiker kann Ihnen wichtige Tips geben, sodass Sie sich in fast jeder Situation auf ihre Kontaktlinsen verlassen können!
10 Tipps für Erstlinsenträger
Immer mehr Brillenträger entscheiden sich auf Kontaktlinsen umzusatteln, oder tragen diese gerne als Ergänzung zur Brille. Kein Wunder, bieten doch moderne Linsen von heute einen tollen Tragekomfort. Trotzdem gibt es einige wichtige Dinge, die ein Linsenträger beachten sollt. Darum hier die ultimativen 10 Tipps für den ersten Einsatz von Kontaktlinsen:
- Durch den Kontaktlinsenspezialisten beraten lassen, welcher Linsentyp am Besten geeignet ist.
- Vor dem Einsetzen der Kontaklinsen Hände immer gut reinigen, zum Beispiel mit Purell.
- In den Augen reiben vermeiden, da die Linsen sich verschieben können.
- Bei Ausflügen daran denken, dass man das Pflegeset, Ersatzlinsen oder eine Brille dabei hat.
- Kontaktlinsen NIE mit Wasser abspühlen.
- Generell nur die, vom Anpasser, empfohlenen Linsenmittel nach Vorschrift anwenden.
- Bei trockenen Augen können mit Kontaktlinsen kompatible Augentropfen zur Befeuchtung verwendet werden.
- Im Sommer darauf achten, dass man eine gute Sonnenbrille mit 100% UV-Schutz trägt. Dies ist generell für die Gesundheit der Augen wichtig.
- Kontaktlinsen nicht länger als die empfohlene Tragezeit benutzen.
- Eine regelmässige Nachkontrolle durch den Kontaktlinsenspezialisten wird empfohlen.
Abschliessend noch ein paar ergänzende Worte zur Hygiene, sie ist das A und O beim Tragen von Kontaktlinsen. Bereits in den Tipps erwähnt wurden, das Händewaschen und in den Augen reiben. Es versteht sich von selbst, dass ein vorschriftsgemässer Austausch der Linsenflüssigkeit und des Kontaktlinsenbehälters ebenso wichtig ist.


