Kontaktlinsen Magazin

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Die Geschichte der Kontaktlinsen

21. Juni 2010 von Linsenmax-Team

Kontaktlinsen sind unauffällige kleine Sehilfen im Alltag und erfreuen sich geute grosser Beliebtheit. Während die Brille bereits im Mittelalter erfunden wurde, sind Kontaktlinsen weitaus jüngeren Datums. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts gab es nämlich bereits die ersten Kontaktlinsen. Die Geschichte der Kontaktlinsen ist eine bewegte, die wir heute etwas genauer unter die Lupe nehmen.

Der Werdegang der populären Sehhilfen

Die ersten Kontaktlinsen wurden vor über 100 Jahren in Europa entwickelt. Die Herstellung dieser ersten Linsen sorgte zunächst für Probleme, da das verwendete Glas verhinderte, dass das Auge atmen konnte. Die Folge davon war ein sehr eingeschränkter Tragekomfort – das Todesurteil für jede Kontaktlinse!

Was folgte waren Jahrzehnte, in denen die Entwicklung stillstand. Erst in den dreissiger Jahren kam die Forschung im Kontaktlinsenbereich wieder in Schwung, angekurbelt durch den Einsatz von Hartplastik (Acrylglas).

Zunächst erhielten die Glaslinsen einen Plastikrahmen aufgesetzt, doch schon bald wurde das Glas komplett durch Plastik ersetzt. Von nun an ging es mit der Verbreitung der Kontaktlinsen steil bergauf. Moderne Methoden erlaubten es, die Linsen immer dünner zu machen, was natürlich den Tragekomfort deutlich erhöhte.

Six Eyes” von RogueSun Media unter der CC Lizenz

Die Siebziger Jahre läuten das Zeitalter der Linsen ein

1971 kam es zu einem gewichtigen Durchbruch: Die amerikanische Firma Bausch & Lomb führte die ersten so genannten „weichen“ Kontaktlinsen ein. Grundlage hierfür war ein neuer Plastikstoff namens Hema, der eigens für die Sehhilfen in Tschechien entwickelt wurde.

Die Besonderheit dieses Materials lag darin, dass es einerseits weich war und andererseits Wasser absorbierte. Damit liessen sich besonders dünne Linsen herstellen, die sich ideal an das Auge anpassen können. Dementsprechend wurden Linsen angenehmer und heute bestimmen weiche Linsen den Markt.

Kontaktlinsen heute – die weiche Front trumpft auf

Kontaktlinsen bestehen immer noch aus Kunststoff – und Wasser, dessen Anteil bei weichen Linsen zwischen 40 und 80% ausmacht! Flexible (Halbharte) Linsen dagegen werden nach wie vor aus Acryl hergestellt, jedoch mit einem Anteil Silikon. Durch ihre Zusammensetzung sind sie robuster und haben eine längere Lebenserwartung, erzeugen aber ein höheres Fremdkörpergefühl. Welche Linsen für Sie am besten geeignet sind, erfahren Sie von Ihrem Kontaktlinsenspezialisten.

“Contact lenses with circuits, lights a possible platform for superhuman vision” von jeffmcneill unter der CC Lizenz

Warum heissen Kontaktlinsen Kontaktlinsen?

1. März 2010 von Linsenmax-Team

Oft reden wir ja von Linsen, es soll dabei schon Verwechslungen gegeben haben mit den essbaren Linsen. Allerdings stammen diese Ammenmärchen aus den Anfangszeiten der Kontaktlinsen, als der Begriff noch neu war. Aber woher kommen überhaupt diese Kontaktlinsen und seit wann sind sie auf dem Markt? Eine kurze geschichtliche Zeitreise.

Die heutigen Kontaktlinsen sind auch unter den Begriffen Kontaktgläser, Haftschalen oder Haftgläser bekannt und gehören genau so wie Brillen zur Gruppe der Sehhilfen. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen formstabilen – sogenannten harten – und weichen Kontaktlinsen. Tatsächlich schwimmen diese Linsen auf einem ganz feinen Tränenfilm und liegen nicht direkt auf der Hornhaut des Auges. Erfunden hat die Kontaktlinsen ein Franzose, der Philosoph und Naturwissenschaftler René Descartes beschrieb bereits im Jahre 1636 eine Idee, wonach eine feine Glasscheibe direkt auf dem Auge getragen werden könnte. Von der Idee bis zur Ausführung dauerte es allerdings noch lange, Ende des 19ten Jahrhunderts war er st möglich sogenannten Linsengläser industriell herzustellen. Man nannte sie Skleralschalen und mit einem Durchmesser von 23 mm waren sie was das Tragen anging sehr unkomfortabel.

Linsen? Ja, den Ausdruck Linse findet man auch bei Fotokameras. Gemeint ist dabei ein optisch wirksames Bauelement mit lichtbrechenden Flächen, von denen mindestens eine Fläche konvex oder konkav geformt ist. Die wichtigste Eigenschaft einer solchen Linse ist die optische Abbildung. Genau diese Eigenschaft nützt auch die Kontaktlinse. Aber zurück zur Geschichte: Mit dem Einsatz von Acrylglas ab etwa 1939 und der Reduzierung des Durchmessers auf etwa 10 Milimeter wurden Tragezeiten von bis zu 12 Stunden pro Tag möglich. Als Erfinder der harten cornealen Kontaktlinse gilt der Deutsche Heinrich Wöhlk, als Erfinder der weichen Hydrogel-Linsen Otto Wichterle.