Kontaktlinsen Magazin

Mit ‘Optiker’ gekennzeichnete Artikel

Das erste Mal: Tipps gegen unbegründete Ängste beim Einsetzen von Kontaktlinsen

4. August 2010 von Linsenmax-Team

“Pass auf, das kann ins Auge gehen“, lautet ein gut gemeinter Ratschlag, der zur Vorsicht mahnt. Und das zurecht, denn das Auge ist eine der empfindlichsten Stellen unseres Körpers. Das merken wir leider oft genug, etwa wenn uns während sportlichen Aktivitäten der Schweiss ins Auge rinnt, Insekten und Pollen sich verirren, Klimaanlagen den Augapfel trockenlegen oder wenn uns unter der Dusche Seife ins Auge kommt.

Wer noch kein überzeugter Linsenträger ist, dem sei gesagt: Es ist vollkommen verständlich und nachvollziehbar, dass man sich zuerst überwinden muss, den Fremdkörper ins Auge einzusetzen. Angst davor haben muss man aber nicht, wie die folgenden Tipps zeigen.

Foto: “Begin with contact lenses” von wetwebwork unter CC Lizenz

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Beim Onkel Doktor: Wie der Augenarzt Ihre Augen unter die Lupe nimmt (und was ein Optiker nicht machen kann)

8. Juni 2010 von Linsenmax-Team

Bei akuten Beschwerden oder wenn sich die Sehleistung merklich verschlechtert hat, geht man sofort zum Augenarzt. Doch wie lange liegt denn Ihr letzter Besuch zur Routinekontrolle der Sehleistung zurück?

Hand aufs Herz: Geht diese Untersuchung auch in Ihrem vollen Kalender unter? Dann ist jetzt die Zeit gekommen, das zu ändern.

Man sollte regelmässig jedes Jahr den Optiker aufsuchen, um feststellen zu lassen, ob sich die Sehstärke geändert hat.

Dies lässt sich oftmals subjektiv nicht bewerten, aber eine falsche Sehstärke kann die Augen übermässig ermüden und Nackenverspannungen sowie Kopfschmerzen auslösen.

Ab dem Alter von 40sten Altersjahr empfiehlt es sich auch, den Augenarzt alle zwei Jahre zu besuchen, um Alterskrankheiten an den Augen wie z. B. den Grünen Star (Glaukom) rechtzeitig entgegenwirken zu können. Auch wenn man oft Kopfschmerzen beim Lesen bekommt, sollte man dem auf den Grund gehen.

Wenn man noch nie Sehbeschwerden hatte und nun selber feststellt, dass man schlechter sieht, sollte der erste Gang natürlich zum Augenarzt gehen. Dieser macht im Gegensatz zum Optiker auch Augenhintergrunduntersuchungen und verfügt über medizinisches Fachwissen und Erfahrung.

Der Augenarzt untersucht bei einer typischen Untersuchung Folgendes: Zuerst wird die Sehstärke bestimmt mithilfe eines Sehtests. Wenn eine Brille vorhanden ist, wird der Test auch mit Brille durchgeführt. Danach wird mit einer Apparatur namens Autorefraktometer das Auge vermessen. Mit diesen Werten kann dann der Wert der Brille mit den Werten der Augen verglichen werden.

Als Nächstes wird der Augeninnendruck mit einem Lufttonometer gemessen. Hier wird das Auge mittels Luftstössen irritiert. Mit zusätztlichen Testen, kann der Arzt(helfer) eine mögliche Schielneigung feststellen. Danach untersucht der Arzt die Augen mit einer Spaltlampe. Diese ist ein Mikroskop mit starker Beleuchtung um das Auge detailliert zu begutachten.

Jetzt klärt sich meistens schon, ob nur eine Anpassung der Sehstärke vorgenommen werden muss oder ob noch weitere Untersuchungen vonnöten sind. Ob Kontaktlinsen verwendet werden können, ermittelt der Arzt anhand der Befeuchtung der Augen. Einige Menschen können keine Kontaktlinsen tragen, weil ihre Augen zu trocken sind.

Weiter kann, das Gesichtsfeldes, das Farbensehen und die Gesundheit der Netzhaut untersucht werden. Der Optiker hingegen misst  die Sehleistung, macht ein Rezept für neue Brillengläser und die Kontaktlinsenanpassung. Er kann und darf, keine weiteren Untersuchungen vornehmen um andere mögliche Erkrankungen der Augen fest zu stellen bzw. aus zu schliessen.

Wer, medizinisch, auf Nummer sicher gehen will, geht zum Augenarzt. Die Kosten für eine normale Voruntersuchung für Kinder wie Erwachsene werden von der Grundversicherung der Krankenkasse getragen. Man kann sich deshalb bei Beschwerden oder zur Vorsorge vertrauensvoll an seinen Augenarzt wenden.

Bildquellen: My right retina von Eliya und Eye Doctor Equipment von House of Sims unter der CC Lizenz

Wann sie besser auf Linsen verzichten

21. März 2010 von Linsenmax-Team

Wie in diesem Blog bereits mehrfach erwähnt, sind Kontaktlinsen der ideale Begleiter in fast jeder Lebenssituation. Praktisch, diskret, sicher und sauber. Allerdings gibt es auch ein paar wenige Momente im Leben, in denen die Linsen nicht erste Wahl sind und man kurzzeitig auf die Brille zurückgreifen sollte. Als KontaktlinsenträgerInnen werden Sie zum Beispiel die Erfahrung machen, dass der Tragekomfort nach sehr langen Tragezeit abnimmt. Wenn sie zum Beispiel nach einem langen Arbeitstag mit Ihren Kollegen noch ausgehen und in einer rauchigen Kneipe landen, kommt ein Punkt, an dem die Linsen anfangen zu stören. Das liegt in aller Regel daran, dass Sie mit zunehmender Müdigkeit auch weniger blinzeln. Dadurch werden Ihre Augen weniger befeuchtet. Falls es die Situation zulässt, sollten Sie die Linsen entfernen oder verwenden Sie die bewährten Nachbenetzungstropfen. Einige Kontaktlinsenträger klagen manchmal über erhöhte Licht- oder auch Windempfindlichkeit. Dieses unangenehme Gefühl ist durch eine gute Sonnenbrille leicht zu beheben und so steht auch einem Strand-Spaziergang bei windigem Wetter nichts im Weg.

Findet dieser Spaziergang zum Beispiel auf den Malediven statt, gilt es beim Flug ein paar Regeln zu beachten. Aus verschiedenen Gründen raten Experten sogar davon ab, während der langen Flugreise Kontaktlinsen zu tragen. Sie erreichen unter Umständen enorm lange Tragezeiten, die über das gewöhnte weit hinausgehen. Der entscheidende Grund ist jedoch, dass die Druckkabinen im Flieger klimatisiert sind und die gesamte Luftfeuchtigkeit für die Klimaanlage verwendet wird. So wird Ihrem Auge Tränenflüssigkeit entzogen, die Sie jedoch für die Verträglichkeit Ihrer Linsen dringend benötigen. Daraus folgt, dass die Linsen unangenehm werden.

Vorsicht beim Tragen von Kontaklinsen ist auch bei Augenkrankheiten geboten,wie zum Beispiel bei einer Bindehautentzündung. Bei dieser ist das Auge gerötet und verklebt. Bindehautentzündungen können durch Staub, Allergien, Infektionen oder durch falsches Anwenden von Kontaktlinsen verursacht werden. Wenn eine Bindehautentzündung vorliegt, sollte man auf das Tragen von Linsen gänzlich verzichten und sofort einen Augenarzt aufsuchen. Wie bei vielen anderen Beschwerden kann man diese am Besten mit guter Hygiene vorbeugen. Ansonsten gilt: HYGIENE wird im Zusammenhang mit Kontaktlinsen gross geschrieben. Ihr Optiker kann Ihnen wichtige Tips geben, sodass Sie sich in fast jeder Situation auf ihre Kontaktlinsen verlassen können!

Kostenbilanz eines Linsenträgers

7. März 2010 von Linsenmax-Team

Jedes Auge ist individuell. Es unterscheidet sich von anderen Augen in Form, Grösse, Zusammensetzung des Tränen- films sowie in der Menge der Tränenflüssigkeit. Um eine gute Verträglichkeit gewährleisten zu können, müssen die Kontaktlinsen auf diese Eigenschaften abgestimmt sein. Deshalb sind diese in ganz unterschiedlichen Materialien, Formen und Grössen erhältlich. Entsprechend unterscheiden sich auch die Preise der verschiedenen Fabrikate, sowie Tragdauer und Materialien. Am besten rechnet man die Kosten der Kontaktlinsen auf ein Jahr, dies ermöglicht einen objektiven Preisvergleich.

Nachfolgend ein paar aktuelle Preisbeispiele für einen Einsteiger mit Korrekturen auf beiden Augen:

  • Kontrolle und Messung durch einen Optiker, jährlich zu empfehlen: Im Durchschnitt CHF 45.–
  • Eine Erstanpassung kostet beim Augenarzt oder Optiker zudem um die CHF 100.– bis 200.– (inbegriffen sind dabei Probelinsen und das dazu benötigte Linsenmittel)
  • Tageslinsen 1-Day Acuvue Moist für ein Jahr (4 x 180 Stück, bei täglichem Gebrauch) CHF 800.– Alternative: 1-Day Acuvue TruEye für ein Jahr (bei täglichem Gebrauch) CHF 940.– Diese Kontaktlinse ist ganz neu auf dem Markt und weist eine sehr hohe Sauerstoffdurchlässigkeit auf.
  • Zweiwochenlinsen Acuvue Advance für ein Jahr (9 x 6 Stück) CHF 333.— Alternative: Die Acuvue Oasys ist neuer auf dem Markt und sauerstoffdurchlässiger CHF 405.–
  • Monatslinsen AirOptix Aqua für ein Jahr (24 Stück) CHF 220.—
  • Jahreslinsen Quantum 1 oder 2, um die CHF 260.–

Zu den Zweiwochen-, Monats- und Jahreslinsen werden die entsprechenden Pflegemittel benötigt, welche im Schnitt als All-in-One Produkt pro Jahr ca. CHF 120 kosten. Bei Peroxydlösungen beläuft sich der Betrag auf rund CHF 220.– plus Kochsalzlösung.

Bei den Tageslinsen ist zu erwähnen, dass der Benutzer oftmals nicht auf die oben errechneten Beträge kommt, da Tageslinsen nicht von jedem Träger täglich verwendet werden. Alle erwähnten Produkte sind zudem sphärische Linsen, welche die Hornhautverkrümmung nicht korrigieren. Wer torische Kontaktlinsen benötigt hat mit einem höheren Preis zu rechnen.